Zertifiziertes Schweissen
Das Schweissen ist ein essenzieller Fertigungsschritt in unserer Produktion. Mit langjähriger Erfahrung und moderner Fertigungstechnik schweissen wir sowohl filigrane Blechteile als auch komplexe Schweisskonstruktionen an flexiblen Arbeitsplätzen. Wir fügen Bleche, Rohre und mechanische Komponenten zusammen – von Einzelstücken bis hin zu Serienfertigungen. Dabei setzen wir konsequent auf höchste Qualität und Präzision.
Zertifizierte Schweissqualität nach EN 15085-2 CL1
Unimec ist nach EN 15085-2 bis zur Schweissklasse CL1 zertifiziert. Diese Norm basiert auf den qualitativen Anforderungen der EN ISO 3834 und gewährleistet Schweissnähte von höchster Qualität. Unsere sieben erfahrenen Schweisser verfügen über zahlreiche Schweissprüfungen und verbinden Edelstahl, Baustahl und Aluminium mittels der Verfahren WIG/TIG (141) sowie MAG/MIG (135, 131).
Vielfältige Schweissverfahren für jede Anforderung
Für spezielle Anwendungen setzen wir zudem das Widerstandsschweissen ein. Beim Schweissen von Rohren nutzen wir unsere Orbitalschweissanlage, die eine optisch und qualitativ perfekte Verbindung ermöglicht. Bei mittelgrossen und wiederkehrenden Serien gewährleistet unser Schweissroboter eine wirtschaftliche und effiziente Produktion mit gleichbleibend hoher Qualität.
Fachkompetenz und Qualitätssicherung in der Schweisstechnik
Unsere langjährige Erfahrung und unser hochqualifiziertes Personal sind Garanten für exzellente Schweissarbeiten. Ein Schweissingenieur (IWE) und zwei Schweissfachmänner (IWS) sichern die normgerechte Fertigung und die kontinuierliche Qualitätskontrolle. Falls erforderlich, führen wir zerstörungsfreie Prüfungen an den Schweissnähten durch. Unser zertifiziertes Prüfpersonal ist qualifiziert für die Verfahren VT, PT und MT.
Mechanische Endbearbeitung von Schweissbaugruppen
Bei besonders hohen Anforderungen an die Präzision können Schweissbaugruppen in unserer mechanischen Bearbeitung endbearbeitet werden. Dies ermöglicht eine maximale Masshaltigkeit und garantiert höchste Genauigkeit. Unsere Kombination aus Erfahrung, modernster Technologie und zertifizierten Fachkräften macht uns zu einem verlässlichen Partner für anspruchsvolle Schweissarbeiten auf höchstem Niveau.
Zahlen und Fakten
Roboterschweissen
Orbitalschweissen
Aus Ideen werden Taten – starten Sie Ihr Projekt mit uns.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Schweissen
Welche Schweissverfahren setzt unimec bei der Fertigung von Blechteilen und Schweisskonstruktionen ein?
Unimec setzt bei der Fertigung von Blechteilen und Schweisskonstruktionen vorwiegend die Verfahren 141 (TIG/WIG), 135 (MAG) und 131 (MIG) ein. Das TIG- bzw. WIG-Schweissen (141) bietet eine sehr hohe Schweissnahtqualität und besonders saubere, optisch ansprechende Nähte. Es eignet sich hervorragend für dünne Blechteile, Edelstahl und Aluminium, ist jedoch aufgrund der geringeren Abschmelzleistung langsamer und damit kostenintensiver und stellt höhere Anforderungen an den Schweisser. Das MAG-Schweissen (135) wird häufig bei Stahlkonstruktionen eingesetzt, da es eine hohe Abschmelzleistung ermöglicht und damit wirtschaftlich ist, insbesondere bei mittleren und grösseren Materialstärken. Die Nahtfestigkeit ist hoch, allerdings entstehen mehr Spritzer, und die Nahtoptik ist weniger fein, was eine Nachbearbeitung erforderlich machen kann. Das MIG-Schweissen (131) eignet sich besonders gut für Aluminium und NE-Metalle und bietet eine gute Nahtqualität bei gleichzeitig höherer Fertigungsgeschwindigkeit als das WIG-Schweissen. Im Vergleich zum MAG-Schweissen entstehen weniger Spritzer, jedoch ist das Verfahren sensibler gegenüber Schweisspositionen und Umgebungsbedingungen und weniger für unlegierte Stähle geeignet.
Sofern das gewünschte Schweissverfahren nicht durch den Kunden auf der Zeichnung festgelegt ist, wählt unimec das am besten geeignete Verfahren für die jeweilige Schweisskonstruktion aus. Oftmals werden auch Kombinationen der Verfahren eingesetzt, um optimale Ergebnisse hinsichtlich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Fertigungseffizienz zu erzielen.
Darüber hinaus setzt unimec auch das Widerstandspunktschweissen sowie das Widerstandsschweissen von Muttern und Bolzen ein. Mit dem Widerstandspunktschweissen können Bleche mit minimalem Verzug flach und effizient miteinander verbunden werden, da die Wärmeeinbringung im Vergleich zu anderen Schweissverfahren sehr gering ist. Zusätzlich ermöglicht das Widerstandsschweissen das präzise Anschweissen von Schweissmuttern und Gewindebolzen an Blechbaugruppen und Schweisskonstruktionen. Dadurch können funktionsrelevante Verbindungselemente exakt positioniert und dauerhaft sicher befestigt werden, ohne dass das Bauteil seine Form oder Masshaltigkeit verliert.
Welche Toleranzen können beim Schweissen von Blechteilen und Schweisskonstruktionen eingehalten werden?
Die einhaltbaren Toleranzen beim Schweissen hängen stark von der Wärmeeinbringung in das Bauteil ab. Je mehr Schweissnähte an einem Bauteil vorhanden sind und je grösser die geforderten Nahtabmessungen sind, desto mehr Wärme wird in das Material eingebracht – und desto stärker kann sich das Bauteil verziehen. Aus diesem Grund lässt sich die Frage nach den Toleranzen beim Schweissen nicht generell pauschal beantworten.
Unimec orientiert sich bei Schweissbaugruppen und Schweisskonstruktionen an den Allgemeintoleranzen nach EN ISO 13920, Klasse B, welche oft als Grundlage für Mass- und Formtoleranzen im Stahl- und Metallbau dienen.
In vielen Fällen können die geforderten Toleranzen jedoch allein durch das Schweissen nicht eingehalten werden. In solchen Situationen ist eine mechanische Endbearbeitung notwendig, um die gewünschte Masshaltigkeit sicherzustellen. Hier bietet unimec sehr umfangreiche Möglichkeiten, Bauteile nach dem Schweissen mechanisch zu bearbeiten, beispielsweise durch CNC-Fräsen oder CNC-Drehen.
Durch diese präzise Nachbearbeitung können selbst engere Toleranzen nach DIN ISO 2768-m zuverlässig erreicht werden. Damit stellt unimec sicher, dass auch komplexe Schweisskonstruktionen und Baugruppen die geforderten Toleranzen und Qualitätsstandards erfüllen.
Sind die Schweisser bei unimec zertifiziert?
Ja, alle Schweisser bei unimec verfügen über gültige Schweisserzertifikate nach EN ISO 9606-1 oder EN ISO 9606-2.
Die EN ISO 9606-1 und EN ISO 9606-2 sind international anerkannte Normen, welche die Qualifikation von Schweissern regeln. Diese Normen legen fest, dass ein Schweisser seine Fähigkeiten durch eine praktische Schweissprüfung nachweisen muss. Dabei wird geprüft, ob er in der Lage ist, Blechteile und Schweisskonstruktionen unter realen Bedingungen sicher, sauber und in hoher Qualität zu verschweissen.
EN ISO 9606-1 betrifft die Qualifikation von Schweissern für Stahl (Steel).
EN ISO 9606-2 betrifft die Qualifikation von Schweissern für Aluminium und Aluminiumlegierungen.
Nur Schweisser, die diese Prüfungen erfolgreich bestehen, erhalten ein Zertifikat und dürfen gemäss den jeweiligen Werkstoffen und Schweisspositionen eingesetzt werden.
Durch diese Zertifizierungen stellt unimec sicher, dass alle Schweissarbeiten – ob an Blechteilen, Biegeteilen oder komplexen Schweisskonstruktionen – von qualifizierten Fachkräften ausgeführt werden und höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Verfügt Unimec für die eingesetzten Schweissverfahren über die erforderlichen Schweisstechnischen Verfahrensprüfungen (WPQR)?
Ja, unimec verfügt über zahlreiche schweisstechnische Verfahrensprüfungen (WPQR) nach EN ISO 15614 und deckt damit einen sehr breiten Geltungsbereich für verschiedene Schweissanforderungen ab. Besonders in den Verfahren 141 (WIG), 135 (MAG) und 131 (MIG) sind viele unterschiedliche Verfahrensprüfungen vorhanden – sowohl für Kehlnähte (FW) als auch für Stumpfnähte (BW) in verschiedenen Werkstoffgruppen.
Die EN ISO 15614 legt fest, wie ein Schweissverfahren qualifiziert werden muss, bevor es für die Fertigung von Schweisskonstruktionen eingesetzt werden darf. Eine WPQR bestätigt, dass das jeweilige Verfahren unter definierten Bedingungen zuverlässig, sicher und mit reproduzierbarer Qualität angewendet werden kann. Jede Verfahrensprüfung ist mit einem bestimmten Geltungsbereich verknüpft, der z. B. Werkstoff, Nahtart, Blechdicke oder Schweissposition einschliesst.
Wenn für ein Projekt eine spezifische WPQR nach EN ISO 15614 gefordert wird, prüft unimec zunächst, ob diese bereits vorhanden ist. Durch neue Kundenaufträge mit erweiterten technischen Anforderungen werden laufend zusätzliche Verfahrensprüfungen erstellt und geschweisst, wodurch sich der Geltungsbereich kontinuierlich erweitert.
Damit stellt Unimec sicher, dass Schweissarbeiten an Blechteilen, Biegeteilen und komplexen Schweisskonstruktionen jederzeit normgerecht, sicher und in hoher Qualität ausgeführt werden können.
Wie wird die Qualität der Schweissnähte bei unimec überprüft?
Die Qualität der Schweissnähte wird bei Unimec sehr sorgfältig überwacht. Grundsätzlich werden alle Schweissnähte vom verantwortlichen Schweisser selbst sowie zusätzlich von der internen Schweissaufsicht einer Sichtkontrolle unterzogen. So können Form, Gleichmässigkeit, Einbrand und Oberflächenfehler frühzeitig erkannt werden.
Darüber hinaus bietet Unimec verschiedene Verfahren zur protokollierten zerstörungsfreien Prüfung von geschweissten Bauteilen an:
VT-Prüfung nach EN13018 (Visuelle Prüfung)
Die VT-Prüfung ist die visuelle Inspektion der Schweissnaht mit geschultem Auge und geeigneten Hilfsmitteln wie Lupe, Spiegel oder Endoskop. Dabei werden die Schweissnahtoberfläche, die Nahtkontur und mögliche Fehlstellen wie Poren, Risse oder Bindefehler geprüft. Die visuelle Prüfung ist die Grundlage jeder Schweissnahtbewertung und wird regelmässig angewendet.
PT-Prüfung nach EN ISO 3452-1 II C e / ASTM E1417(Farbeindringprüfung / Eindringverfahren)
Die PT-Prüfung eignet sich zur Erkennung von Oberflächenfehlern wie Haarrissen oder Poren. Dabei wird ein farbiges oder fluoreszierendes Eindringmittel auf die Schweissnaht aufgetragen. Dieses dringt in feinste Risse ein. Nach dem Entfernen überschüssiger Farbe wird ein Entwickler aufgetragen, der verbliebenes Eindringmittel an der Oberfläche sichtbar macht. So können selbst sehr feine Fehler zuverlässig erkannt werden.
MT-Prüfung (Magnetpulverprüfung)
Die MT-Prüfung wird eingesetzt, um Oberflächen- und oberflächennahe Fehler an ferromagnetischen Werkstoffen sichtbar zu machen. Das Bauteil wird magnetisiert, und feines Magnetpulver wird auf die Schweissnaht aufgetragen. Wo Materialtrennungen oder Risse vorhanden sind, entstehen Streufelder, die das Pulver anziehen und so Fehler sichtbar machen. Dieses Verfahren ist sehr sensitiv und ideal für sicherheitsrelevante Schweissverbindungen.
Somit bietet Unimec vielfältige Möglichkeiten, Schweissnähte an Bauteilen oder Schweisskonstruktionen zerstörungsfrei zu prüfen und die Ergebnisse auf Wunsch in einem Prüfprotokoll zu dokumentieren.
Wie ist die Schweissaufsicht bei unimec organisiert und sichergestellt?
Die Schweissaufsicht bei Unimec wird durch ein qualifiziertes und erfahrenes Fachteam sichergestellt. Unimec verfügt über einen Schweissfachingenieur (IWE) sowie zwei Schweissfachmänner (IWS), welche gemeinsam die fachliche Verantwortung für alle Schweissarbeiten übernehmen.
Der IWE stellt sicher, dass alle schweisstechnischen Prozesse den geltenden Normen entsprechen, kontinuierlich verbessert werden und technisch einwandfrei dokumentiert sind. Die IWS-Fachpersonen unterstützen die tägliche Überwachung der Schweissarbeiten, prüfen Schweissnähte systematisch und sorgen dafür, dass Blechteile und Schweisskonstruktionen in konstanter Qualität gefertigt werden.
Durch diese strukturierte Schweissaufsicht kann unimec sicherstellen, dass alle Schweissprozesse – von einfachen Bauteilen bis zu komplexen Schweisskonstruktionen – normgerecht, sicher und reproduzierbar ausgeführt werden.